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Ausgabe November 1998 Die Konzentration in der Branche schreitet fort - und was das für Sie bedeutet Falken zu Bertelsmann - die Verlagsgruppe Econ & List geht neben Ullstein bei Axel Springer vor Anker - Holtzbrinck und Weltbild bringen einen erheblichen Anteil ihrer Verlagsaktivitäten in die neue Verlagsgruppe Droemer Weltbild ein. Und das sind nur die Hauptereignisse im sich beschleunigenden Konzentrationsprozeß. Damit entstehen Verlagseinheiten von Größenordnungen, wie wir sie bisher als "amerikanisch" ansahen. Und, offensichtlich, im globalen und medialen Wettbewerb sind sie wohl unvermeidlich. Welche Folgerungen ergeben sich daraus? Der Publikumsmarkt wird immer mehr zum Oligopol einiger weniger "Big Player". Hier bleibt wohl nicht einmal Platz für Nischenstrategien. Wer sein Unternehmen langfristig sichern will, dem bleibt auf die Dauer nur die Übergabe an eine der großen Gruppen oder eine "strategische Allianz" mit einem der Großen, einem Größeren oder mit Gleichgroßen. Je klarer die Zielgruppenorientierung bei Special-interest-, Fach- und (Aus-)Bildungs-verlagen, desto größer die Chance, in speziellen Märkten zu überleben. Wo aber - schon wegen des technologischen Voranschreitens - überdurchschnittliche Investitionen und Innovationen erforderlich sind, ist auf die Dauer der Anschluß an größere Gruppen unvermeidlich. Die Alternative zum Verkauf sind auch hier die strategische Allianz oder hochspezialisierte Nischenstrategien. Die Chancen, Kapitalbedarf bei Investment- und Risikogesellschaften zu decken, sind nach wie vor hierzulande eher gering. So wird an der Jahrtausendwende überall die Entscheidung über den Weg fallen, der beschritten werden soll: Anschluß an einen der Großen - Allianzen im mittelständischen Bereich - hohe Spezialisierung in der Nische, möglichst mit einem Kapitalgeber im Hintergrund. Allerdings darf über alledem nicht vergessen werden: die Frage der Kapitalebene ist nur die eine Seite der Medaille. Die beste Kapitalausstattung und die sinnvollste Allianz am Markt nützen nichts, wenn der Raum für Kreativität verlorengeht, wenn die geistigen Quellen nicht sprudeln. Ihre Unternehmensberatung ist der diskrete Gesprächspartner für Sie, wenn Sie überlegen, wie es weitergehen soll. Wolfgang Ehrhardt Heinold |